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Tsuba

 


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106 Ko-Shoami




Ko-Shōami-tsuba – Motiv einer Kreuzform im Rund


frühe Edo-Zeit (ca. 1600)

Maße:          7,55 x 7,45 cm

Publiziert im Buch "Nihon no Dezain – Tsuba no Bi  |  Japanisches Design – Die Ästhetik von Tsuba“

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103. Ko-Shōami-tsuba (古正阿弥鐔) – Motiv einer Kreuzform im Rund, frühe Edo-Zeit

Ein charakteristisches Merkmal dieses tsuba sind die symmetrischen hitsu-ana in suhama-Form. 

 

Buchtitel:

Nihon no Dezain – Tsuba no Bi (日本のデザイン・鐔の美)
“Japanisches Design – Die Ästhetik von Tsuba“

Autoren:
Katō Susumu (加藤進)
Hayashi Eiroku (林盈六)
Matsunaga Hirokichi (松永廣吉)

Im Gegensatz zu den zuvor vorgestellten Ōnin- und Heianjō-zōgan-Arbeiten finden wir bei Ko-Shōami keine Messing- (shinchū-zōgan) sondern Gold-Einlagen (kinzōgan). Ebenfalls unterscheidet sich zu Ōnin und Heianjō-zōgan die Art der Einlegearbeit, d.h. Ko-Shōami-tsuba verwenden eine nunome-zōgan Ornamentik (103, 104, 105).
Das seppa-dai ist gross und ebenfalls gross ausgelegt und charakteristisch ausgeformt sind die hitsu-ana, was für Arbeiten von bevor der Momoyama-Zeit spricht (102).
Die Arbeitsweise ist prinzipiell sukashi mit einer Gold-nunome-zōgan-Ornamentik, mit rechts- und linksseitig symmetrischen sukashi-Designs und den meisten Arbeiten in ō-sukashi interpretiert. Das nunome-zōgan ist durch das Alter von Abrieb betroffen und so ist die Ornamentik bei vielen Stücken nur noch schwer auszumachen (98, 99, 100, 101).
Der stilistische Ansatz der Ko-Shōami-Gruppe hatte auf spätere tsuba-Handwerker einen grossen Einfluss. Mit der Verteilung individueller Künstler bzw. Gruppen in verschiedene Regionen Japans entwickelten sich Shōami-Zweige, die wir nach der Provinz bzw. Region klassifizieren (z.B. Iyo-Shōami, Aizu-Shōami etc.). Durch diese Verteilung gab es kaum noch tsuba-Handwerker, die nicht in irgendeiner Weise vom Shōami-Stil beeinflusst wurden.

Mit der Edo-Zeit dann entwickelten sich charakteristische Shōami-Stile, welche wiederum von der lokalen Kultur und Gegebenheiten inspiriert wurden. Das heisst, war der Shōami-Stil anfangs noch in der Momoyama-Kultur bzw. im Geschmack der Sengoku-Krieger verankert, orientierte er sich von der mitte der Edo-Zeit bis zur bakumatsu-Periode an den Vorlieben des aufkommenden und immer finanzkräftigeren Bürgertums, was einen grossen stilistischen Umbruch zur Folge hatte.  

Anmerkung:
Als ko-shoami sukashi tsuba werden Objekte bezeichnet, welche in der frühen Edo-Zeit, also zwischen 1600 und 1650 entstanden sind. Die Silbe „ami“ leitet sich vom Amida Buddha ab. Künstler verschiedener Richtungen hatten von den Ashikaga Shogunen die Erlaubnis erhalten diese Silbe in ihren Namen zu führen.
Ko-shoami sukashi tsuba vermitteln meist eine geschmackvolle Asymmetrie, ganz im Sinne des wabi & sabi.
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Dies ist ein ausgewähltes Objekt aus einer Vielzahl von Tosugu in unserer Galerie.
Preis auf Anfrage.

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