Der Meister
Vita Kagemasa Matsuba
Kagemasa bedeutet so viel wie „Licht der Sonne / Geist/Kraft des Universums“. Dies ist eine ungefähre Übersetzung in unsere Sprache, bzw. Denkweise.
Sein Familienname ist Matsuba und er änderte 2022 seinen Schmiedenamen von Kunimasa auf Kagemasa. Nach dem Mukansa-Titel und vielen Auszeichnungen fühlt er sich auf der Höhe seiner Schaffenkraft und begann mit der Namensänderung symbolisch einen neuen Lebensabschnitt.
Seit 1998 arbeiten Meister Matsuba Kagemasa und die japanische-schwert-galerie zusammen und unsere europäischen Kunden erhielten wunderbare Meisterwerke der Schmiedekunst.

Wir verzichten nun auf die Aufzählung von allen Ehrungen und Preisen, die Meister Kagemasa Matsuba in seiner Schmiedelaufbahn erhielt. Statt dessen folgt eine Veröffentlichung aus dem Token Bijutsu Juni 2014 der NBTHK:

Matsuba Kunimasa wurde 1959 geboren. 1983 begann er eine Lehre als Schwertschmied bei Kobayashi Yasuhiro, doch aufgrund des frühen Todes seines Meisters führte er seine Ausbildung bei Yasuhiros Senior-Schüler Adachi Yukio fort.
Im Jahre 1989 erhielt er seine Lizenz zum Schwertschmied. Seit dem darauffolgenden Jahr beteiligt er sich mit seinen ehrgeizigen und stets sehr ambitionierten Arbeiten am alljährlich stattfindenden Schmiedewettbewerb der NBTHK und hat zahlreiche Preise, u.a. den Chairman-Award, den Kunzan-, als auch den Kanzan-Award gewonnen.
Neben seiner Arbeit als Schwertschmied praktiziert Matsuba Kunimasa mit vollem Einsatz aikidô und kenjutsu, und hält in dieser Sache auch Seminare und Vorführungen in Europa und den USA.
Diese Klinge ist erneut eine Hommage an Bizen Osafune Chôgi, mit der Matsuba nun zum vierten Mal in Folge den ersten Platz des Schmiedewettbewerbes belegen konnte. Das tachi hat mit seinen 82,8 cm, der breiten mihaba und dem ô-kissaki eine imposante Form. Das jigane mit der etwas zu itame tendierenden ko-itame, dem feinen ji-nie und den vielen feinen chikei ist relativ kräftig und passt so zur sugata. Der hamon ist mit seinen Höhen und Tiefen sehr abwechslungsreich und bekommt mit seinen ashi- und yô-Einmischungen ein sanftes Erscheinungsbild.
Der nioiguchi ist perfekt gehärtet und auch die nie verlaufen sehr kontrolliert. Die Arbeit zeigt nicht diese Übertriebenheit, wie man sie oft bei solchen Interpretationen sieht, sondern ist in ihrer Präsenz und Kraft dennoch zurückhaltend. Dies zeugt von Matsuba Kunimasas großem Können und er wird wieder einmal seinen hohen Ansprüchen an seine Arbeit gerecht.
Mit der Verleihung des NBTHK Chairman Award hat Matsuba Kunimasa nun zehn Sonderpreise für sich gewinnen können, was ihm den Titel eines Mukansa einbringt, und wir alle erwarten mit Spannung Matsubas zukünftiges Schaffen.

