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Katana / Wakizashi / Tanto


Hida no Kami Ujifusa wakizashi

Momoyama-Periode (1574-1603)

 


nagasa:                  40,1 cm                     sori: 11 mm

motohaba:              32,6 mm                   kasane: 9,1 mm

Zeit:                       Momoyama-Periode (1574-1603)

Zertifikat:               NBTHK hozon-tōken / Dezember 2001


uno-kubi-zukuri mit naginata-hi, begleitet von soebi, flacher saki-sori, iori-mune

jihada ko-itame mit mokume

hamon notare-gunome, etwas choji, nie deki, breites habuchi, ashi

boshi midare-komi   /   nakago ubu, ha-agari kuri-jiri, sujikai yasurime, ein mekugi-ana

Bei diesem wakizashi handelt es sich um ein Werk der zweiten Generation Ujifusa, nämlich Hida no Kami Ujifusa.

Die sugata der Klinge ist stattlich. Sie vermittelt einen kräftigen, schweren Eindruck.

Dies unterstreicht auch die eher seltene uno-kubi-zukuri Form und die Reminiszenz an eine naginata-naoshi.

Der lebhafte notare-gunome hamon vollendet die Kombination von Kraft und Eleganz.

Dies ist ein wakizashi, welches in Erinnerung bleibt.

 

Hida no Kami Ujifusa war die  2. Generation Ujifusa aus der Provinz Owari.

Er wurde im zehnten Jahr Eiroku (1567) als ältester Sohn und Erbe der 1. Gen. Ujifusa geboren, sein Jugendname war „Kawamura Isechiyo“, später lautete sein Vorname „Heijūrō“.

Im fünften Jahr Tenshō (1577) wurde er Page Oda Nobutakas (1558-1583), dem dritten Sohn Nobunagas, und folgte diesem an die Front im Zuge der Unterwerfung der Provinz Kii. Nach dem Selbstmord Nobutakas im zehnten Jahr Tenshō (1583) wurde er zum rōnin und begann deshalb ab dem 16. Jahr Tenshō (1588) bei seinem Vater eine Lehre als Schwertschmied.

Nach dem Tod seines Vaters soll er bei der 1. Gen. Nobutaka weiterstudiert haben.
Er erhielt am elften Tag des fünften Monats Tenshō 20 (1592) durch Vermittlung des kanpaku Toyotomi Hidetsugu (1568-1595) – dem Neffen Hideyoshis – den Ehrentitel „Hida no Kami“ verliehen.

Mit der Fertigstellung der Burg Nagoya im 15. Jahr Keichō (1610) erfolgte sein Umzug dorthin. Im ersten Monat des achten Jahres Kan´ei (1631) zog er sich in den Ruhestand zurück und starb im zehnten Monat desselben Jahres im Alter von 65 Jahren.
 

Dies ist das originale koshirae des Ujifusa wakizashi. Es stammt aus der frühen Edo-Zeit und es ist bestens erhalten.

Kabutogane, fuchi, koiguchi und kojiri aus yamagane mit feiner ishime-Oberfläche und Gold-Fassungen zeigen als Motiv en suite das Thema hototogisu*.
Auf dem kojiri sieht man den Vogel unter einem Sternbild durch die Nacht fliegen. Fuchi und koiguchi zeigen die Mondsichel und
auf dem kabutogane ist ein weiteres Sternbild zu sehen.
Die Motive sind in Silber, suaka und shinshu gearbeitet. Auf der hochwertigen hellen same befinden sich jeweils 2 Paare shishi menuki in shakudo und Gold.
Auf der ura-Seite ist ein kogatana mit kozuka montiert. Das kozuka aus shibuishi zeigt in prachtvoller Weise einen Ast mit Blättern und
Blüten in Silber und Gold.
Der urushi-Lack der saya ist ein dunkler Braunton in ishime.

Koshirae bei denen die Haupt-Zierrate eines Künstlers überwiegen sind sehr selten. Bei diesem koshirae ist dies der Fall.
Das ganze koshirae ist historisch ehrwürdig und geschmackvoll. Interessant ist auch, dass die mächtige Ujifusa Klinge ihren Ruhepunkt
in dieser eleganten koshirae findet.


* Der hototogisu ist ein Vogel, von dem es heißt, dass er kein Geschöpf der wirklichen Welt, sondern ein Nachtwanderer aus dem dunklen Land ist. Nur in der Nacht vernimmt man seine Stimme und er singt unsichtbar in der Höhe schwebend.
Dichter widmeten ihm diese Verse:

hito koe wa – tsuki ga naitaka – hototogisu
(Eine vereinzelte Stimme! Rief der Mond? Nur der hototogisu war´s.)

hototogisu – nakitsuru kata wo – nagamureba – tada ariake no – tsuki zu nokoreru
(schweift mein Blick zu der Stelle – von wo ich den Ruf des hototogisu hörte -
siehe, nichts ist da – als die bleiche Mondsichel – im Morgengrauen)

 

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